Dienstag, 15. Juni 2010

Commission examines the use of security scanners at EU airports, but the use depends on a decision of the states


The European Commission has issued today a communication assessing the use of security scanners at EU airports, at the request of the European Parliament and Member States. In the wake of the terrorist attempt to use explosives on the Amsterdam–Detroit flight on 25 December 2009, security scanners are being increasingly used and are continuing to be trialled in several EU Member States including the UK, the Netherlands, France and Italy. Security scanners as such currently fall outside the scope of the EU regulations on aviation security — there is a patchwork of regulation in different Member States. The report published today highlights that this screening method offers a real possibility to reinforce passenger security. The Commission is in favour of an EU approach to ensure that, where Member States decide to use security scanners, their deployment and operation is based on common standards, requiring basic detection performance as well as ensuring a harmonised level of compliance with European fundamental rights and health provisions. It will seek the views of the European Parliament and of the Council in the light of the factual information gathered in the report.

Vice-President Siim Kallas, responsible for transport, said: "Security scanners are being used by an increasing number of Member States across the EU, but at the moment their use falls outside the scope of EU law, so they are used in Member states in different ways. Security scanners are not a panacea, but they do offer a real possibility to further reinforce passenger security. It is for each Member State to decide to authorise the use of scanners in national airports. That will not change. But where this scanning technology is used it should be covered by EU-wide standards on detection capability as well common safeguards to ensure compliance with EU health and fundamental rights provisions."

Issues regarding the use of security scanners arose because of a serious incident that took place on flight NW 253 from Amsterdam to Detroit on 25 December 2009, when a terrorist attempted to use explosives concealed on his body which were not detected by metal detectors. At the request of the European Parliament and the Member States, the Commission has adopted today its report on the use of security scanners at EU airports. The report assesses the impact of the use of this screening method in terms of detection performance and compliance with fundamental rights and health protection.

The report concludes that security scanners may be considered as offering a reliable and effective screening method which detects metallic and non-metallic objects carried by a person. In addition, it would be possible to address concerns about health and fundamental rights that have been raised, provided they are used under appropriate conditions.

Several EU Member States already deploy security scanners at their airports using various technologies and establishing various operational conditions for their use. This has resulted in varying rules being used across the EU.

The Commission is in favour of a common European approach to security scanners to ensure that, when Member States decide to use security scanners, their deployment and operation is based on common standards, requiring basic detection performance and at the same time includes safeguards to ensure compliance with European fundamental rights and health provisions.

Security Scanners represent a possible avenue which can be pursued towards the goal of reinforcing Europe's aviation security framework while facilitating travel. International cooperation, technology and enhanced profiling are equally useful tools that can be used to guarantee the security of citizens.

The Commission is transmitting this report to the Council and the European Parliament. In the light of the outcome of discussions, it may table proposals for an EU legal framework for the use of security scanners at EU airports.
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Kommission prüft Einsatz von Sicherheitsscannern auf EU-Flughäfen

Der Einsatz von Sicherheitsscannern auf EU-Flughäfen ist Gegenstand einer heute herausgegebenen Mitteilung der Europäischen Kommission, die damit einer Forderung des Europäischen Parlaments und von Mitgliedstaaten nachkommt. Nach dem versuchten Terroranschlag auf den Flug Amsterdam‑Detroit vom 25. Dezember 2009 werden Sicherheitsscanner zunehmend eingesetzt und in mehreren EU-Mitgliedstaaten, unter anderem im Vereinigten Königreich, in den Niederlanden, Frankreich und Italien, weiter erprobt. Sicherheitsscanner als solche unterliegen nicht den EU-Rechtsvorschriften zur Luftsicherheit, so dass es uneinheitliche Regelungen in verschiedenen Mitgliedstaaten gibt. In dem heute veröffentlichten Bericht wird hervorgehoben, dass diese Kontrolltechnik die Möglichkeit zu einer Verbesserung der Fluggastsicherheit bietet. Die Kommission spricht sich für ein EU-Konzept aus, damit sichergestellt ist, dass Einsatz und Betrieb von Sicherheitsscannern, sofern sich Mitgliedstaaten dafür entscheiden, gemeinsamen Standards unterliegen, mit denen grundlegende Anforderungen an die Detektionsleistung festgelegt und die einheitliche Einhaltung europäischer Grundrechte und Gesundheitsschutz­vorschriften gewährleistet werden. Sie wird die Standpunkte des Europäischen Parlaments und des Rates vor dem Hintergrund der in dem Bericht dargelegten faktischen Informationen einholen.

Vizepräsident und EU-Verkehrskommissar Siim Kallas erklärte hierzu: „Sicherheitsscanner werden von einer zunehmenden Zahl von Mitgliedstaaten in der gesamten EU eingesetzt, wofür es derzeit aber keine EU-Rechtsvorschriften gibt, so dass sie in den Mitgliedstaaten auf unterschiedliche Weise genutzt werden. Sicherheitsscanner sind kein Allheilmittel, bieten aber die Möglichkeit, die Fluggast­sicherheit weiter zu verbessern. Die Entscheidung liegt bei jedem einzelnen Mitgliedstaat, den Einsatz von Scannern auf seinen Flughäfen zu genehmigen. Dies wird sich nicht ändern. Wo diese Scannertechnik jedoch eingesetzt wird, sollten EU‑weite Standards zur Detektionsleistung sowie gemeinsame Schutzmaßnahmen gelten, die gewährleisten, dass EU-Gesundheits­vorschriften ebenso wie die Grundrechte eingehalten werden.“

Die Frage des Einsatzes von Sicherheitsscannern stellt sich, nachdem am 25. Dezember 2009 auf dem Flug NW 253 von Amsterdam nach Detroit ein Attentäter versuchte, am Körper versteckten Sprengstoff zu zünden, der mit Metalldetektoren nicht entdeckt worden war. Auf Anfrage des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten hat die Kommission heute einen Bericht über den Einsatz von Sicherheitsscannern auf EU-Flughäfen angenommen. Darin werden die Auswirkungen dieser Kontrolltechnik hinsichtlich der Detektions­leistung und der Einhaltung von Grundrechten und Gesundheitsschutz­vorschriften bewertet.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Sicherheitsscanner als zuverlässiges und wirksames Mittel für Kontrollen angesehen werden können, mit dem sich metallische und nichtmetallische Gegenstände erkennen lassen, die von einer Person mitgeführt werden. Außerdem ist es möglich, Bedenken bezüglich des Gesundheitsschutzes und der Respektierung der Grundrechte Rechnung zu tragen, sofern die Sicherheitsscanner unter angemessenen Bedingungen eingesetzt werden.

Mehrere EU-Mitgliedstaaten setzen Sicherheitsscanner bereits auf ihren Flughäfen ein. Dabei werden verschiedene Technologien genutzt und unterschiedliche Betriebsbedingungen zugrunde gelegt. Das hat dazu geführt, dass innerhalb der EU unterschiedliche Regelungen angewendet werden.

Die Kommission spricht sich für ein gemeinsames europäisches Konzept für Sicherheitsscanner aus, damit sichergestellt ist, dass Einsatz und Betrieb dieser Geräte, sofern sich Mitgliedstaaten dafür entscheiden, gemeinsamen Standards unterliegen, mit denen grundlegende Anforderungen an die Detektionsleistung festgelegt und gleichzeitig Schutzmaßnahmen getroffen werden, um die Einhaltung europäischer Grundrechte und Gesundheitsschutz­vorschriften zu gewährleisten.

Sicherheitsscanner sind ein möglicher Weg, die Luftsicherheit im europäischen Rahmen zu verbessern und das Reisen gleichzeitig zu erleichtern. Die internationale Zusammenarbeit, technische Entwicklungen und eine bessere Fluggastprofil-Aufklärung sind ebenfalls nützliche Instrumente, die der Gewährleistung der Sicherheit der Bürger dienen können.

Die Kommission übermittelt den Bericht dem Rat und dem Europäischen Parlament. Im Lichte der Erörterungen wird sie gegebenenfalls Vorschläge für einen EU-Rechtsrahmen für den Einsatz von Sicherheitsscannern auf EU-Flughafen vorlegen.

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La Comisión examina el uso de los escáneres de seguridad en los aeropuertos

A petición del Parlamento Europeo y de los Estados miembros, la Comisión Europea ha presentado hoy una Comunicación en la que evalúa el uso de los escáneres de seguridad en los aeropuertos de la UE. A raíz de la tentativa terrorista de hacer estallar explosivos durante el vuelo Amsterdam–Detroit el 25 de diciembre de 2009, el uso de escáneres de seguridad se ha incrementado y sigue siendo objeto de ensayos en varios Estados miembros de la UE, entre los que se cuentan el Reino Unido, los Países Bajos, Francia e Italia. Actualmente, los escáneres de seguridad en sí se sitúan fuera del ámbito de aplicación de la normativa de la UE en materia de seguridad de la aviación, y se regulan mediante un mosaico de disposiciones de los distintos Estados miembros. El informe publicado hoy subraya que este método de detección ofrece una auténtica posibilidad de reforzar la seguridad de los pasajeros. La Comisión aboga por la aplicación de un enfoque de la UE que permita asegurar que, cuando los Estados miembros opten por la utilización de escáneres de seguridad, su despliegue y funcionamiento se basen en normas comunes que exijan unas prestaciones de detección básicas y aseguren un nivel armonizado de respeto de las disposiciones en materia de salud y los derechos fundamentales europeos. Ahora, la Comisión recabará las opiniones del Parlamento Europeo y el Consejo sobre los datos recogidos en el informe.

Siim Kallas, Vicepresidente de la Comisión y responsable del sector de los transportes, afirmó lo siguiente: «Cada vez son más los Estados miembros de la UE que recurren a los escáneres de seguridad, pero su uso recae actualmente fuera del ámbito de aplicación del Derecho de la UE, por lo que sus modalidades de utilización en los Estados miembros son diferentes. Los escáneres de seguridad no constituyen ninguna panacea, pero ofrecen auténticas posibilidades de reforzar todavía más la seguridad de los pasajeros. La decisión de autorizar el uso de escáneres en sus aeropuertos nacionales seguirá correspondiendo a cada Estado miembro: eso no va a cambiar. Pero, cuando se emplee, esa tecnología deberá estar regulada por normas de la UE sobre capacidad de detección, con unas salvaguardias comunes que garanticen el cumplimiento de las disposiciones en materia de salud y derechos fundamentales de la UE.».

La cuestión del uso de escáneres de seguridad surgió a raíz del grave incidente registrado a bordo del vuelo NW 253 de Amsterdam a Detroit el 25 de diciembre de 2009, en el que un terrorista intentó utilizar explosivos ocultos en su cuerpo que no habían sido detectados por los detectores de metales. A petición del Parlamento Europeo y de los Estados miembros, la Comisión ha aprobado hoy un informe sobre el uso de escáneres de seguridad en los aeropuertos de la UE. En ese documento se evalúan las repercusiones de la utilización de dicho método de detección desde los puntos de vista tanto de las prestaciones de detección como de la protección de los derechos fundamentales y la salud.

Según concluye el informe, puede considerarse que los escáneres de seguridad representan un método fiable y eficaz para la detección de los objetos metálicos y no metálicos portados por los pasajeros. Además, la utilización de los escáneres en las condiciones apropiadas permitiría disipar todas las dudas que se han planteado acerca de la salud y los derechos fundamentales.

Varios Estados miembros de la UE han instalado ya en sus aeropuertos escáneres de seguridad con diversas tecnologías y en diferentes condiciones operativas, lo que ha desembocado en la aplicación de normas divergentes en la UE.

La Comisión preconiza la aplicación de un enfoque europeo común al uso de escáneres de seguridad con el fin de asegurar que, cuando los Estados miembros decidan usar esos sistemas, su despliegue y funcionamiento se base en normas comunes que exijan unas prestaciones de detección básicas e incluyan, al mismo tiempo, salvaguardias que garanticen el respeto de las medidas sanitarias y los derechos fundamentales europeos.

Los escáneres de seguridad constituyen una posible vía para progresar hacia el objetivo de reforzar el marco de seguridad de la aviación europea, facilitando al mismo tiempo los desplazamientos. La cooperación internacional, la tecnología y el afinamiento de la determinación de perfiles son herramientas igualmente útiles para garantizar la seguridad de los ciudadanos.

La Comisión ha presentado su informe al Consejo y al Parlamento Europeo. En función de los resultados del debate que se celebre al respecto, la Comisión podrá presentar propuestas para un marco jurídico sobre el uso de los escáneres de seguridad en los aeropuertos de la UE.

Dienstag, 1. Juni 2010

Mediation als alternatives Streitschlichtungsmodell

Eine Rezension zu: 

Klaus J. Hopt/Felix Steffek

Mediation

Rechtstatsachen - Rechtsvergleich - Regelungen

Erstauflage

Tübingen: Mohr - Siebeck, 2009, 1175 S

ISBN 978-3-16-149797-1


Mediation ist inzwischen weltweit als Alternative einerseits zu staatlichen gerichtlichen Verfahren als auch zu zu Schiedsgerichten anerkannt. Inzwischen wird auch versucht, Mediationsverfahren in Gerichtsverfahren zu integrieren.  In den USA werden etwa 50 % aller Konflikte durch Mediationen beigelegt, was aber natürlich einen Einigungswillen der Parteien voraussetzt, der leider oftmals fehlt.Auch in Europa ist die Mediation auf dem Vormarsch, möglicherweise auch als Ausdruck eines gestiegenen Willens zur Streitvermeidung und alternativen Konfliktbewältigung jenseits staatlicher Institutionen.

Die in Österreich, aber noch nicht in Deutschland umgesetzte Richtlinie 2008/52/EG über bestimmte Aspekte der Mediation in Zivil- und Handelsssachen vom 21.05.2008 ist Ausdruck der gestiegenen Bedeutung derartiger Streitschlichtungsmöglichkeiten, die eine positive Privatisierung der Konfliktbewältung beeinhalten. Ein ausführliches Gesetz über Mediation fehlt in Deutschland, sieht man von Ansätzen im Rechtsdienstleistungsgesetz und dem anwaltlichen Berufsrecht einmal ab. Die Frage ist aber auch, ob man ein derart flexibles und vielfältiges Modell überhaupt inhaltlich gesetzlich regeln sollte und nicht eher nur flankieren sollte. Die besagte Richtlinie betrifft keine rein nationalen Sachverhalte, sondern regelt nach Art. 1 Abs.2, 2 ausschließlich grenzüberschreitende Mediationen für bestimmte Rechtsbereiche. Die Richtlinie ist vergleichsweise kurz und enthält kaum inhaltliche Steuerungen, sieht aber sinnvollerweise vor, dass sicher zu stellen ist, dass die ggf. erzielten Gütevereinbarungen vollstreckbar gemacht werden. Den Mitgliedsstaaten wird hinsichtlich der Umsetzung ein größtenteils breiter Gestaltungsspielraum gelassen, der zu sehr unterschiedlichen nationalen Gestaltungen führen kann.

Ein Gesetz über Mediationsverfahren ist auch für Deutschland geplant. Zur Vorbereitung dieses Gesetzes und der Umsetzung der Richtlinie hatte die Bundesregierung 2007 beim Max - Planck - Institut für ausländisches und internationales Privatrecht ein rechtvergleichendes Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis nebst Materialien in diesem ungemein interessanten Band dokumentiert sind.

Im Teil I werden Grundlagenfragen behandelt, also etwa geklärt, was eine Mediation ist, welche Regelungsmodelle existieren und welche Grundsatzprobleme sich ergeben. Dabei ist zunächst zu berücksichtigen, dass sich Mediationen keineswegs nur auf den juristischen Bereich beschränken, sondern generell als durchaus unterschiedlich ansetzende Modelle der Konfliktbewältigung entwickelt wurden, deren Zusammenhang mit der Psychologie und anderen Disziplinen auf der Hand liegt.

Hopt fasst den Begriff überzeugend wie folgt: “Mediation ist ein auf Freiwilligkeit der Parteien beruhendes Verfahren, bei dem ein Vermittler ohne Entscheidungsgewalt die Kommunikation zwischen den Parteien systematisch mit dem Ziel fördert, eine von den Parteien selbst verantwortete Lösung ihres Konfliktes zu ermöglichen”. Mediation hat insoweit auch viel mit der Wiederherstellung sytematisch verzerrter Verständigungsverhältnisse zu tun und kann einem Mediator erhebliches “diplomatisches” Geschick abverlangen. Ohnehin ist es international sehr umstritten - und es wird uneinheitlich gehandhabt -, ob ein Mediator überhaupt eine rechtliche Stellungnahme abgeben soll und darf. Ähnlich unterschiedlich wird die Rolle des Mediators gesehen, deren Bandbreite von einer Nichtregulation bis zum “Zulassungsmodell” reicht. Zwischen einem Verständnis des Mediators als “Coach” und einem souveränen Streitschlichter finden sich eine Unzahl von Modellen mit zahlreichen Varianten.

Der Teil II stellt den Rechtsrahmen für Mediationen in einigen ausgewählten EU - Staaten vor und zwar je für Österreich, Frankreich, England und den Niederlanden. Die Darstellung über Österreich macht deutlich, dass dort die strikteste Regulation der Mediation in Europa besteht, zumal eine enge Einbindung in gerichtliche Verfahren erfolgt. Auf der Basis anderer Regelungen ist dies der Situation in Frankreich mit gewissen Abstrichen vergleichbar. Weniger stark reguliert, aber deutllich nachgefragt wird die Mediation in den Niederlanden. Generell zeigt sich, dass der Siegeszug der Mediation im Familienrecht begann und möglicherweise die Schiedsgerichtsbarkeit auch in Materien wie dem internationalen Handelsrecht verdrängen könnte.

Teil III geht auf die Situation in Japan und den USA eingehend ein, wobei man sich darüber klar sein muss, dass jedes rechtliche Verständnis von Mediation auf eine Rezipierung der US - amerikanischen Vorbilder beruht, die hier einem interessanten Überblick dargestellt werden.

Teil IV enthält Übersichten über die Situation der Mediation in Australien, Bulgarien, China, Irland, Kanada, Neuseeland, Norwegen, Polen, Portugal, Russland, Schweiz, Spanien und Ungarn. 

Sieht man sich den Beitrag zu Spanien exemplarisch an, zeigt sich die gesamte Bandbreite der Streitig rund um das Verständnis der Mediation. Nach spanischem Rechtsverständnis überwiegt die Einschätzung, dass ein Mediator in keinem Falle einen eigenen Lösungsvorschlag vorlegen darf, sondern die Parteien letztlich dazu “coachen” soll, eine eigenständige Lösung zu finden, auch wenn der Zusammenhang zwischen Coaching und Mediation derzeit noch zu wenig gesehen wird. Es handelt sich dabei um die unter Umständen sehr komplexe Analyse und Moderation eines Kommunikationsprozesses, der in verschiedenen Phasen abläuft und selbstredend auch in einer Nichteinigung enden kann, die dazu führt, dass der Mediator als Anwalt, die einseitige Interessen der Teilnahmer danach nicht vertreten darf. Eine “transacción” als “Win-Win-Lösung” ist etwa im Erbrecht allemal sinnvoller als ein jahrelanger Prozess mit ungewissem Ausgang, gerade wenn internationalprivatrechtliche Aspekte eine Rolle spielen. Richtig ist etwa, dass während einer Mediation offenbarte Tatsachen in einem nachfolgenden Prozess, einem Beweisverwertungsverbot unterliegen. Auch in Spanien deutet das Interesse an Mediation auf eine deutliche Besinnung auf privatautonome Gestaltungsmöglichkeiten.

Das Gerede von einer "Privatisierung der Justiz" trifft nicht den grundsätzlichen Konflikt zwischen Selbstbestimmung und Fremdbestimmung, die jeder richterlichen Entscheidung letztlich zu eigen ist. Dieses Thema wird aus der Perspektive von “Law and Economics” im letzten Beitrag des Bandes diskutiert, der die Bedeutung der Privatautonomie auch unter dem Aspekt der “sozialen Kosten” einer gelungenen Privatisierung thematisiert. Ohnehin kann kein Verfahrensrecht etwaige Schwächen des materiellen Rechtsvöllig kompensieren, was auch für die Mediation gilt. Der Anhang enthält eine breite Dokumentation der internationalen Rechtsgrundlagen.

Dieser Band dürfte das Umfassendste sein, was aus primär juristischer Sicht in deutscher Sprache über die Mediation in internationalen Kontexten je veröffentlicht worden ist und ist eine Informationsquelle ersten Ranges, die der Gesetzgeber bei den Vorbereitungen des Mediationsgesetzes für Deutschland hoffentlich angemessen berücksichtigt.

Freitag, 28. Mai 2010

Bringing legal certainty to cross-border marriages: European Commission proposal gains momentum

Not my cup of tea, but this will interesting for lots of cross-the-border-marriages, if it ever will come to an divorce:


Germany, Belgium and Latvia have joined nine EU Member States in asking for legislation that will bring legal certainty to international couples wishing to divorce. Under the European Commission proposal of 24 March 2010 (IP/10/347), couples will be able to agree which law would apply to their divorce even when they do not plan to separate. The plan follows a request from nine EU Member States, which wanted to move forward after a 2006 Commission proposal became deadlocked in the Council. The new solution will help couples of different nationalities, those living apart in different countries or those living together in a country other than their home country. The aim is to lessen the burden on children and to protect weaker partners during divorce disputes. It would be the first time that EU countries use the so-called “enhanced cooperation” mechanism in EU history. Under the EU Treaties, enhanced cooperation allows nine or more countries to move forward on a measure that is important, but blocked by a small minority of Member States. Other EU countries keep the right to join when they want.

"Germany, Belgium and Latvia have shown that with enhanced cooperation the door is always open. With these countries adding their voice to calls for EU action, we are building momentum for a measure that was stuck in a traffic jam. We are seeing a great example of how the EU can move forward and help citizens with an important family matter," said Vice-President Viviane Reding, the EU's Commissioner for Justice, Fundamental Rights and Citizenship. "With all the politics involved, let's not lose sight of the real issue: families' lives can be made very hard by legal complications. Politicians' first concern should be doing everything in our power to help them. EU citizens should have certainty and choice about the law that will apply to important events in their lives."

The three new participants (Germany, Belgium and Latvia) will join nine other Member States (Austria, Bulgaria, France, Hungary, Italy, Luxembourg, Romania, Slovenia and Spain). Countries that want to join after the requested Council Decision authorising enhanced cooperation is adopted can do so at any time. Under the Lisbon Treaty, countries that want to participate must notify the Council and the Commission.
Germany, Belgium and Latvia added their requests in the last month (Germany on 15 April 2010, Belgium on 22 April 2010 and Latvia on 17 May 2010). Greece was initially part of the enhanced cooperation procedure, but later withdrew its participation.

At the next Justice Council on 4 June in Luxembourg, EU Justice Ministers will try to reach a political agreement on the Commission proposal for a Council Decision authorising the 12 countries to move forward under enhanced cooperation. The European Parliament also needs to give its consent. The Decision will enter into force immediately once it is adopted.
Background

Under the Commission proposals, couples will be able to agree which law would apply to their divorce even when they do not plan to separate (IP/10/347). This would give them more legal certainty, predictability and flexibility and would help to protect spouses and their children from complicated, drawn-out and painful procedures.

The proposals are also designed to give international couples more control over their separation and protect weaker spouses from being put at an unfair disadvantage in divorce proceedings. Courts would have a common formula for deciding which country's law applies when couples cannot agree themselves.
EU rules governing enhanced cooperation say countries that do not join a request can join at any time after it becomes law, pending a positive analysis by the Commission (Article 331, Treaty on the Functioning of the EU).

The Commission first proposed helping international couples in 2006, but the plan (so-called "Rome III" Regulation") did not get the required unanimous support of EU governments.

For more information

Justice and Home Affairs Newsroom:

Homepage of Viviane Reding, Vice-President and Commissioner for Justice, Fundamental Rights and Citizenship:


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Deutschland, Belgien und Lettland haben sich der Forderung von neun EU-Mitgliedsstaaten nach Erlass von Rechtsvorschriften angeschlossen, die mehr Rechtssicherheit für gemischt-nationale Ehepaare bei Scheidungsangelegenheiten bringen. Nach dem Vorschlag der Europäischen Kommission vom 24. März 2010 (IP/10/347) sollen Ehepaare vereinbaren können, welches Recht im Scheidungsfall zur Anwendung gelangt, selbst wenn keine Trennungsabsicht besteht. Der Vorschlag geht auf einen Antrag von neun EU-Mitgliedstaaten zurück, die einen neuen Anlauf starten wollten, nachdem ein Vorschlag der Kommission aus dem Jahr 2006 vom Rat blockiert worden war. Der neue Lösungsansatz richtet sich an Ehepaare unterschiedlicher Staatsangehörigkeit, die getrennt in verschiedenen Ländern leben oder zusammen in einem anderen Land als ihrem Heimatland leben. Ziel ist es, Kinder bei einer Scheidung weniger stark zu belasten und den schwächeren Partner bei Streitigkeiten zu schützen. Dies wäre das erste Mal in der Geschichte der EU, dass Mitgliedstaaten auf das Verfahren der so genannten “verstärkten Zusammenarbeit” zurückgreifen. Nach den EU-Verträgen können neun oder mehr Mitgliedstaaten eine Maßnahme einführen, die wichtig ist, aber von einer kleinen Minderheit von Mitgliedstaaten blockiert wird. Andere EU-Länder können sich jederzeit anschließen.

"Deutschland, Belgien und Lettland liefern den Beweis, dass allen Mitgliedstaaten die Tür stets offen steht, wenn sie sich an der Verstärkten Zusammenarbeit beteiligen wollen. Indem sich diese Länder der Forderung nach einem Tätigwerden der EU anschließen, kommt eine festgefahrene Angelegenheit wieder in Schwung. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie die EU vorangebracht werden und den Bürgern in einer wichtigen familienrechtlichen Frage helfen kann," erklärte Vizepräsidentin Viviane Reding, die innerhalb der EU-Kommission für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft zuständig ist. "Ungeachtet aller politischen Aspekte dürfen wir den Kern der Sache nicht aus den Augen verlieren: Rechtliche Komplikationen können Familien das Leben sehr schwer machen. Oberstes Anliegen der Politiker sollte sein, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Abhilfe zu schaffen. EU-Bürger sollten Gewissheit haben und wählen können, welches Recht in einschneidenden Lebenssituationen zur Anwendung gelangt."

Die drei neuen Teilnehmer (Deutschland, Belgien und Lettland) werden sich den neun anderen Mitgliedstaaten (Bulgarien, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich, Rumänien, Slowenien, Spanien und Ungarn) anschließen. Weitere Länder, die sich im Anschluss an den beantragten Ratsbeschluss an der Verstärkten Zusammenarbeit beteiligen wollen, können dies jederzeit tun. Nach dem Vertrag von Lissabon müssen die teilnahmewilligen Länder ihre Absicht dem Rat und der Kommission mitteilen.

Deutschland, Belgien und Lettland haben ihre Beteiligung im vergangenen Monat beantragt (Deutschland am 15. April 2010, Belgien am 22. April 2010 und Lettland am 17. Mai 2010). Griechenland, das sich ursprünglich an der Verstärkten Zusammenarbeit beteiligt hat, zog seine Teilnahme später zurück.
Auf der nächsten JI-Ratstagung am 4. Juni in Luxemburg werden sich die EU-Justizminister bemühen, politisches Einvernehmen über den Vorschlag der Kommission für einen Beschluss des Rates zur Ermächtigung der zwölf Mitgliedstaaten zu erzielen, das Verfahren der Verstärkten Zusammenarbeit zu nutzen. Auch das Europäische Parlament muss seine Zustimmung geben. Der Beschluss tritt unmittelbar nach Erlass in Kraft.

Hintergrund

Nach den Vorschlägen der Kommission werden Ehepaare vereinbaren können, welches Recht im Scheidungsfall Anwendung finden soll, selbst wenn keine Trennungsabsichten bestehen (IP/10/347). Dadurch erhalten Sie mehr Rechts - und Planungssicherheit sowie Flexibilität und können ihrem Ehepartner und ihren Kindern komplizierte, langwierige und belastende Verfahren ersparen.
Außerdem zielen die Vorschläge darauf ab, internationalen Ehepaaren mehr Kontrolle über ihre Trennung zu geben und den schwächeren Ehepartner vor unfairer Benachteiligung im Scheidungsverfahren zu schützen. Können sich die Ehepaare nicht auf das anwendbare Recht einigen, werden die Gerichte nach einem einheitlichen Verfahren darüber entscheiden.

Nach den EU-Vorschriften für die Verstärkte Zusammenarbeit können sich Länder, die sich dem Antrag nicht anschließen, jederzeit an einer erlassenen Maßnahme beteiligen, sofern dies von der Kommission positiv beurteilt wird (Artikel 331, Vertrag über die Arbeitsweise der EU).

Die Kommission schlug erstmals 2006 eine Regelung zugunsten internationaler Ehepaare vor (die so genannte "Rom-III-Verordnung"), die aber nicht die erforderliche einstimmige Unterstützung der nationalen Regierungen erhielt.

Weitere Informationen
Newsroom Justiz und Inneres:
Homepage von Viviane Reding, Vizepräsidentin der Kommission, zuständig für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft:

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Seguridad jurídica para los matrimonios transfronterizos: la propuesta de la Comisión Europea gana terreno
Alemania, Bélgica y Letonia se han unido a los nueve Estados miembros de la UE que piden una legislación capaz de aportar seguridad jurídica a los matrimonios internacionales que deseen divorciarse. Con arreglo a la propuesta de la Comisión Europea de 24 de marzo de 2010 (IP/10/347), los matrimonios podrán acordar qué legislación se aplicaría a su divorcio, incluso aunque no tengan previsto separarse. Esta medida responde a una petición formulada por nueve Estados miembros de la UE que deseaban seguir avanzando después de que una propuesta de la Comisión, presentada en 2006, quedase estancada en el Consejo. Esta nueva solución ayudará a las parejas con distintas nacionalidades, a las que viven por separado en países diferentes o a las que viven juntas en un país distinto a su país de origen. El objetivo es reducir el sufrimiento de los hijos y proteger a los cónyuges más débiles durante los procesos de divorcio. Sería la primera vez en la historia de la UE en la que se países miembros utilizan el denominado mecanismo de «cooperación reforzada». Conforme a los Tratados de la UE, la cooperación reforzada permite a nueve o más países avanzar en relación con una medida que es importante pero que ha sido bloqueada por una pequeña minoría de Estados miembros. Los demás países de la UE mantienen el derecho de incorporarse cuando lo estimen conveniente.
«Alemania, Bélgica y Letonia muestran que la puerta de la cooperación reforzada siempre está abierta. Con estos países sumando sus voces a la petición de una acción de la UE estamos impulsando una medida que se encontraba bloqueada. Somos testigos de un excelente ejemplo de cómo la UE puede avanzar y ayudar a los ciudadanos en un asunto importante para las familias» ha declarado la Vicepresidenta Viviane Reding, Comisaria Europea de Justicia, Derechos Fundamentales y Ciudadanía. «Sin olvidar todas las implicaciones políticas, no perdamos de vista el asunto de fondo: las complicaciones legales pueden hacer muy difíciles las vidas de las familias. La primera preocupación de los políticos debería ser hacer cuanto esté en nuestra mano para ayudarles. Los ciudadanos de la UE deben contar con seguridad y capacidad de elección sobre la legislación que se aplicará a los acontecimientos importantes de sus vidas».

Estos tres nuevos participantes (Alemania, Bélgica y Letonia) se unirán a otros nueve Estados miembros (Austria, Bulgaria, Francia, Hungría, Italia, Luxemburgo, Rumanía, Eslovenia y España). Los países que deseen sumarse cuando se adopte la decisión del Consejo autorizando la cooperación reforzada podrán hacerlo en cualquier momento. Con arreglo al Tratado de Lisboa, los países que deseen participar deberán notificarlo al Consejo y a la Comisión.

Alemania, Bélgica y Letonia sumaron sus peticiones el mes pasado (Alemania el 15 de abril, Bélgica el 22 de abril y Letonia el 17 de mayo de 2010). Grecia, que en un principio había participado en este procedimiento de cooperación reforzada, se retiró posteriormente.

En el próximo Consejo de Justicia, que tendrá lugar el 4 de junio en Luxemburgo, los Ministros de Justicia de la UE intentarán llegar a un acuerdo político sobre la propuesta de la Comisión relativa a una decisión del Consejo que autorice a estos doce países a seguir avanzando en virtud de la cooperación reforzada. También será necesario el consentimiento del Parlamento Europeo. Una vez adoptada, la decisión entrará en vigor inmediatamente.

Contexto

En virtud de las propuestas de la Comisión, los matrimonios podrán decidir qué legislación se aplicará a su divorcio, incluso aunque no tengan previsto separarse (IP/10/347). Ello les ofrecerá mayor flexibilidad, previsibilidad y certidumbre jurídica y ayudará a proteger a los cónyuges y a sus hijos frente a unos procedimientos complicados, interminables y dolorosos.

Las propuestas están también concebidas para facilitar a los matrimonios internacionales un mayor control sobre su separación e impedir que los cónyuges más débiles puedan encontrarse en una situación desventajosa e injusta en los procedimientos de divorcio. Los tribunales dispondrán de una fórmula común para decidir qué legislación nacional se aplica cuando los matrimonios no puedan llegar a un acuerdo por sí mismos.

Las normas de la UE que rigen la cooperación reforzada establecen que todo país que no se haya unido a una solicitud podrá participar en ella en cualquier momento una vez se haya convertido en un acto legislativo, a reserva de un análisis positivo por parte de la Comisión (artículo 331, Tratado de Funcionamiento de la UE).

La Comisión presentó por primera vez en 2006 una propuesta para ayudar a los matrimonios internacionales, pero esta medida (llamada «Reglamento Roma III») no obtuvo el necesario apoyo unánime de los gobiernos de la UE.

Para más información
Noticias sobre Justicia e Interior:
Página de Viviane Reding, Vicepresidenta y Comisaria de Justicia, Derechos Fundamentales y Ciudadanía:

Mittwoch, 26. Mai 2010

European Commission says at the moment to seek high privacy standards in EU-US data protection agreement

The draft needs a critical discussion in the european and US-american public and it contains by no means interesting aspects of a further regulation. But - as many of the citizens in Europe - I have no Trust it is realisation until we have a real result, which will deserve our civil rights on both sides of the Atlantic. Anyway it is a beginning and data protection is a very fundamental human right. As always: first analyzise and then argue.
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The European Commission today adopted a draft mandate to negotiate a personal data protection agreement between the European Union and the United States when cooperating to fight terrorism or crime. The aim is to ensure a high level of protection of personal information like passenger data or financial information that is transferred as part of transatlantic cooperation in criminal matters. The agreement would enhance the right of citizens to access, rectify or delete data, where appropriate. EU citizens would receive a right to seek judicial redress in the US if their data is unlawfully processed. Independent public authorities would be given a stronger role in helping people exercise their privacy rights and in supervising transatlantic data transfers. The Council must approve the Commission's negotiating mandate before talks can begin. The European Parliament will be fully informed at all stages of the negotiations and will have to give its consent to the outcome of the negotiations.

"Fundamental rights must be protected and respected at all times. I want an EU-US agreement that protects personal data rights while fighting crime and terrorism," said Vice President Viviane Reding, the EU's Commissioner for Justice, Fundamental Rights and Citizenship. "I want to achieve an ambitious agreement, and I will associate the European Parliament very closely to the negotiations. I urge the Council to approve the mandate as soon as possible so we can swiftly proceed with negotiations on this and other important agreements between the EU and the US."

The EU Commissioner for Home Affairs, Cecilia Malmström, added: ''A solid agreement on personal data protection would benefit both sides of the Atlantic. By providing a high level of protection of personal data, it would give everyone – citizens, law enforcement authorities and other stakeholders – confidence that human rights are fully respected in the transatlantic fight against organised crime and terrorism."

Since 11 September 2001 and subsequent terrorist attacks in Europe, the EU and US have stepped up police and judicial cooperation in criminal matters. One important element is the transfer and processing of personal data if relevant for the prevention, investigation, detection or prosecution of crimes, including terrorism.
The EU and US are both committed to the protection of personal data and privacy. However, they still have different approaches in protecting data, leading to some controversy in the past when negotiating information exchange agreements (such as the Terrorist Finance Tracking Programme, so-called SWIFT agreement, or Passenger Name Records). The purpose of the agreement proposed by the Commission today is to address and overcome these differences.

Today's proposal would give the Commission a mandate to negotiate a new data protection agreement for personal data transferred to and processed by enforcement authorities in the EU and the US. It would also commit the Commission to keeping the European Parliament fully informed at all stages of the negotiations.
The Commission aims to establish legally binding and enforceable personal data protection standards that will ensure that individuals’ fundamental rights and freedoms are protected. Compliance with these standards would be controlled by independent public authorities on both sides of the Atlantic.

Under the Commission's proposal:

-       The transfer or processing of personal data by EU or US authorities would only be permitted for specified, explicit and legitimate purposes in the framework of fighting crime and terrorism;
-       There would be a right to access one's personal data and this would be enforceable in courts;
-       There would be a right to have one's personal data corrected or erased if it is found to be inaccurate.
-       There would be an individual right of administrative and judicial redress regardless of nationality or place of residence.

The agreement would not provide the legal basis for any specific transfers of personal data between the EU and the US. A specific legal basis for such data transfers would always be required, such as a data transfer agreement or a national law in an EU Member State. The new EU-US data protection agreement would then apply to these data transfers.

Background

The protection of personal data is set out in Article 8 of the EU Charter of Fundamental Rights. The Charter is integrated into the Lisbon Treaty and is legally binding on the European Union and EU Member States when they implement EU law. The Lisbon Treaty (Article 16, Treaty on the Functioning of the EU) says that the EU can make rules on the protection of personal data processed by EU institutions, bodies, offices and agencies, and by the Member States when carrying out activities that fall within the scope of EU law.

The European Parliament, in a resolution on 26 March 2009, called for an EU-US agreement that ensures adequate protection of civil liberties and personal data protection. In December 2009, the European Council invited the Commission to propose a Recommendation "for the negotiation of a data protection and, where necessary, data sharing agreements for law enforcement purposes with the US."

For more information

Justice and Home Affairs Newsroom:

Homepage of Viviane Reding, Vice-President and Commissioner for Justice, Fundamental Rights and 
Citizenship:

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Die Europäische Kommission hat heute einen Entwurf eines Verhandlungsmandats für ein Abkommen der EU mit den Vereinigten Staaten angenommen, das den Schutz personenbezogener Daten bei der gemeinsamen Bekämpfung von Straftaten und terroristischen Handlungen regeln soll. Ziel ist ein hoher Schutz von personenbezogenen Informationen wie Fluggast- oder Finanzdaten, die im Zuge der transatlantischen Zusammenarbeit in Strafsachen übermittelt werden. Durch das Abkommen soll das Recht der Bürger gestärkt werden, auf die eigenen personenbezogenen Daten zugreifen zu können sowie sie gegebenenfalls berichtigen oder löschen zu lassen. Auch sollen EU-Bürger das Recht erhalten, gegen eine unrechtmäßige Verarbeitung ihrer Daten in den Vereinigten Staaten Rechtsmittel einlegen zu können. Auch sollen unabhängige öffentliche Stellen eine stärkere Rolle bei der Unterstützung der Betroffenen bei der Ausübung ihres Rechts auf Wahrung ihrer Privatsphäre und bei der Überwachung der transatlantischen Datenübermittlung erhalten. Bevor die Verhandlungen aufgenommen werden können, muss der Rat das Verhandlungsmandat der Kommission annehmen. Das Europäische Parlament wird in allen Phasen der Verhandlungen umfassend unterrichtet und muss den Verhandlungsergebnissen zustimmen.

„Die Grundrechte müssen jederzeit geschützt und gewahrt werden. Ich wünsche mir ein Abkommen, das das Recht des Einzelnen auf den Schutz seiner personenbezogenen Daten bei der Kriminalitäts- und Terrorismusbekämpfung sicherstellt,“ erklärte Viviane Reding, zuständiges Kommissionsmitglied für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission. „Ich möchte ein ehrgeiziges Abkommen aushandeln und werde das Europäische Parlament sehr eng in die Verhandlungen einbinden. Es wäre nützlich, wenn der Rat den Mandatsentwurf so rasch wie möglich annehmen würde, damit die Verhandlungen über dieses und andere wichtige Abkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten umgehend aufgenommen werden können.“

Cecilia Malmström, zuständiges Kommissionsmitglied für Inneres, fügte hinzu: "Ein robustes Abkommen über den Schutz personenbezogener Daten wäre für beide Seiten des Atlantiks von Vorteil. Es würde einen hohen Schutz personenbezogener Daten garantieren und damit allen Beteiligten (Bürger, Strafverfolgungsbehörden und sonstige Akteure) die Zuversicht geben, dass bei der transatlantischen Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Terrorismus die Menschenrechte in vollem Umfang gewahrt werden.”

Seit dem 11. September 2001 und den anschließenden Terroranschlägen in Europa haben die EU und die USA ihre polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen verstärkt. Ein wichtiger Aspekt dieser Zusammenarbeit ist die Übermittlung und Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zwecke der Verhütung, Untersuchung, Aufdeckung und Verfolgung von Straftaten einschließlich terroristischer Handlungen.

Sowohl die EU als auch die USA haben sich dem Schutz personenbezogener Daten und der Privatsphäre verpflichtet. Gleichwohl verfolgen sie beim Datenschutz noch immer unterschiedliche Ansätze, was in der Vergangenheit bei Verhandlungen über  den Informationsaustausch betreffende Abkommen — beispielsweise über das Programm zum Aufspüren von Terrorismusfinanzierung („SWIFT-Abkommen") oder über Fluggastdaten — zu Kontroversen geführt hat. Der heute von der Kommission vorgelegte Vorschlag stellt darauf ab, diese Differenzen anzusprechen und zu beseitigen.

Der heute unterbreitete Vorschlag sieht vor, der Kommission ein Verhandlungsmandat für ein neues Datenschutzabkommen zu erteilen, das den Schutz personenbezogener Daten regelt, die an Strafverfolgungsbehörden in der EU und den USA übermittelt und anschließend von diesen verarbeitet werden. Zudem soll das Abkommen vorsehen, dass die Kommission das Europäische Parlament in allen Verhandlungsphasen auf dem Laufenden hält.

Die Kommission möchte rechtsverbindliche und durchsetzbare Standards für den Schutz personenbezogener Daten einführen, durch die sichergestellt wird, dass die Grundrechte und Freiheiten des Einzelnen gewahrt bleiben. Die Einhaltung dieser Standards soll beiderseits des Atlantiks durch unabhängige öffentliche Stellen überwacht werden.

Ferner sieht der Kommissionsvorschlag folgendes vor:
-       Personenbezogene Daten sollen nur für festgelegte eindeutige und rechtmäßige Zwecke im Rahmen der Kriminalitäts- und Terrorismusbekämpfung an EU- oder US-Behörden übermittelt und von diesen verarbeitet werden dürfen.
-       Einzelpersonen sollen das gerichtlich durchsetzbare Recht auf Zugang zu ihren personenbezogenen Daten erhalten.
-       Einzelpersonen sollen das Recht erhalten, ihre personenbezogenen Daten berichtigen oder löschen zu lassen, falls sie feststellen, dass diese inkorrekt sind.
-       Einzelpersonen sollen unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit und ihrem Wohnort verwaltungs- oder strafrechtliche Rechtsmittel einlegen können.

Das Abkommen soll nicht als Rechtsgrundlage für spezifische Übermittlungen personenbezogener Daten zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten herangezogen werden können. Für derartige Datenübermittlungen soll in allen Fällen eine spezifische Rechtsgrundlage erforderlich sein, also beispielsweise ein einschlägiges Datenübermittlungsabkommen oder ein einschlägiges nationales Gesetz eines EU-Mitgliedstaats. Das neue Datenschutzabkommen zwischen der EU und den USA wäre dann auf diese Datenübermittlungen anwendbar.

Hintergrund

Der Schutz personenbezogener Daten wird durch Artikel 8 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union geregelt. Die Charta ist Bestandteil des Vertrags von Lissabon und für die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten bei der Umsetzung von EU-Recht rechtlich bindend. Der Vertrag von Lissabon (Artikel 16 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union) sieht vor, dass die EU Vorschriften über den Schutz personenbezogener Daten bei deren Verarbeitung durch die Organe, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union sowie durch die Mitgliedstaaten im Rahmen der Ausübung von in den Anwendungsbereich des Unionsrechts fallenden Tätigkeiten erlassen kann.

Das Europäische Parlament hat in einer Entschließung vom 26. März 2009 ein Abkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten gefordert, das einen ausreichenden Schutz der bürgerlichen Freiheiten und der personenbezogenen Daten gewährleistet. Der Europäische Rat hat die Kommission im Dezember 2009 ersucht, „eine Empfehlung zur Aushandlung eines Abkommens mit den Vereinigten Staaten von Amerika über Datenschutz und gegebenenfalls Datenaustausch zu Zwecken der Strafverfolgung vorzulegen.“

Weitere Informationen

Justiz und Inneres - Presseraum:

Homepage von Viviane Reding, Vizepräsidentin und für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft zuständiges Kommissionsmitglied:

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La Comisión Europea adoptó hoy un proyecto de mandato para negociar un acuerdo de protección de los datos personales entre la Unión Europea y Estados Unidos en la cooperación en la lucha contra el terrorismo y la criminalidad. El objetivo es garantizar un alto nivel de protección de la información personal - datos de los pasajeros, información financiera, etc. – transferida como parte de la cooperación transatlántica en materia penal. El acuerdo mejorará el derecho de los ciudadanos a acceder a sus datos y, si procede, a rectificarlos o suprimirlos. Los ciudadanos de la UE tendrán derecho a obtener reparación judicial en EE.UU. si sus datos se procesan ilegalmente. Además, el acuerdo conferirá a las autoridades públicas independientes un papel más importante para asistir a los ciudadanos en el ejercicio de su derecho a la intimidad y controlar las transferencias transatlánticas de datos. El Consejo debe aprobar el mandato de negociación de la Comisión antes de que comiencen las negociaciones. Se informará plenamente al Parlamento Europeo en todas las fases de las negociaciones y este deberá dar su aprobación al resultado de las negociaciones.

«Los derechos fundamentales deben protegerse y respetarse en todo momento. Quiero un acuerdo UE-EE.UU. que proteja los derechos de los datos personales y al mismo tiempo luche contra el terrorismo y la delincuencia» afirmó Viviane Reding, Vicepresidenta de la UE y Comisaria de Justicia, Derechos Fundamentales y Ciudadanía. «Quiero alcanzar un acuerdo ambicioso y velaré por que el Parlamento Europeo esté estrechamente asociado a las negociaciones. Insto al Consejo a aprobar el mandato cuanto antes para que podamos proceder rápidamente con las negociaciones de este y otros acuerdos importantes entre la UE y EE.UU.».

Cecilia Malmström, Comisaria de la UE de Asuntos de Interior, añadió: «Un acuerdo riguroso sobre protección de datos personales será beneficioso para ambos lados del Atlántico. Gracias a su elevado nivel de protección de los datos personales, hará que todos ciudadanos, autoridades policales y otros interesados – confíen en que la lucha a ambos lados del Atlántico contra la delincuencia organizada y el terrorismo respeta plenamente los derechos humanos».

Después del 11 de septiembre de 2001 y de los subsiguientes atentados terroristas en Europa, la UE y EE.UU. intensificaron la cooperación policial y judicial en materia penal. Un elemento importante es la transferencia y el tratamiento de datos personales pertinentes para la prevención, la investigación, la detección o el enjuiciamiento de delitos, incluido el terrorismo.

Tanto la UE como EE.UU. están comprometidos con la protección de los datos personales y la intimidad. No obstante, aún mantienen planteamientos diferentes en cuanto a la protección de datos, lo que ha suscitado una cierta controversia en el pasado al negociarse acuerdos de intercambio de información tales como el Programa de Seguimiento de la Financiación del Terrorismo, denominado acuerdo SWIFT, o los registros de los nombres de los pasajeros. El acuerdo propuesto hoy por la Comisión pretende abordar y resolver estas diferencias.

La propuesta de hoy dará a la Comisión un mandato para negociar un nuevo acuerdo sobre protección de los datos personales transferidos y tratados por las autoridades encargadas de garantizar el cumplimiento de la ley en la UE y en EE.UU. Según la propuesta, la Comisión se compromete a mantener al Parlamento Europeo plenamente informado en todas las fases de las negociaciones.
La Comisión quiere establecer normas jurídicamente vinculantes y ejecutables de protección de los datos personales que garanticen la protección de los derechos fundamentales y las libertades de los ciudadanos. El cumplimiento de estas normas será controlado por autoridades públicas independientes a ambos lados del Atlántico.

Según la propuesta de la Comisión:

-       La transferencia y el tratamiento de datos personales por autoridades de la UE o de EE.UU. solo se permitirán para fines especificados, explícitos y legítimos en el marco de la lucha contra la delincuencia y el terrorismo;
-       Habrá un derecho de acceso a los datos personales propios que se podrá ejercer ante los tribunales;
-       Habrá un derecho a hacer que se corrijan o eliminen los datos personales propios que resulten inexactos;
-       Habrá un derecho individual a vías de recurso administrativo y judicial independientemente de la nacionalidad o el lugar de residencia.
El acuerdo no establecerá una base jurídica aplicable a las transferencias específicas de datos personales entre la UE y EE.UU. Siempre se necesitará una base jurídica específica para tales transferencias de datos, por ejemplo un acuerdo sobre transferencia de datos o una ley nacional de un Estado miembro de la UE. El nuevo acuerdo UE - EE.UU. sobre protección de datos se aplicará entonces a estas transferencias.

Antecedentes

La protección de datos personales está establecida en el artículo 8 de la Carta de los Derechos Fundamentales de la UE. La Carta está integrada en el Tratado de Lisboa y es jurídicamente vinculante para la Unión Europea y los Estados miembros de la UE cuando apliquen el Derecho de la UE. El Tratado de Lisboa (artículo 16 del Tratado de Funcionamiento de la EU) declara que la UE puede establecer normas sobre el tratamiento de datos de carácter personal por parte de las instituciones, órganos y organismos de la Unión, así como por parte de los Estados miembros en el ejercicio de las actividades comprendidas en el ámbito de aplicación del Derecho de la UE.

El Parlamento Europeo, en una Resolución de 26 de marzo de 2009, reclamó también un acuerdo UE-EE.UU. que garantizara la protección adecuada de las libertades civiles y los datos personales. En diciembre de 2009, el Consejo Europeo  invitó a la Comisión a proponer una Recomendación «para la negociación de acuerdos en materia de protección y, en caso necesario, de puesta en común de datos con fines de represión de delitos con EE.UU.».

Para más información

Sala de prensa de Justicia e Interior:
Página personal de Viviane Reding, Vicepresidenta y Comisaria de Justicia, Derechos Fundamentales y Ciudadanía:

Donnerstag, 20. Mai 2010

Ryanair darf Barzahlung ausschließen, aber keine zusätzlichen Gebühren für Kartenzahlung verlangen

BGH, Urteil vom 20. Mai 2010 – Xa ZR 68/09 
Mitteilung der Pressestelle

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Es mutet schon merkwürdig an, wenn eine Fluggesellschaft Barzahlungen in ihren AGB ablehnt, maßgeblich auf Online - Buchungen setzt und gleichzeitig in ihren AGB für Zahlungen per Online - Cash Gebühren vorsieht, wie dies vorliegend der Fall. Der BGH ist der völlig zutreffenden Auffassung, dass zwar Barzahlungen in AGB ausgeschlossen werden können, aber zusätzliche Gebühren für Kartenzahlungen rechtswidrig sieht. Diese Urteil gilt selbstredend nur für Deutschland, so dass damit für Buchungen aus anderen EU - Staaten nichts gesagt ist.

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Der für das Reiserecht zuständige Xa-Zivilsenat hat heute über die Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen gegen die Verwendung von Klauseln über Zahlungsmodalitäten in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Luftverkehrsunternehmens entschieden.

Die beklagte Ryanair Ltd. verwendet gegenüber Verbrauchern Allgemeine Beförderungsbedingungen, in denen es unter anderem heißt:

"Wegen der erhöhten Sicherheits- und Verwaltungskosten wird von Ryanair kein Bargeld für die Bezahlung von Flugscheinen, die Entrichtung von Gebühren und Kosten für die Beförderung von Übergepäck und Sportausrüstung akzeptiert. …" 

In der Gebührentabelle sind unter anderem folgende Gebühren vorgesehen:
"Kreditkartengebühr: Pro Fluggast und einfachen Flug:4,00 €
Zahlungskartengebühr:Pro Fluggast und einfachen Flug:1,50 €

Ausgenommen hiervon ist lediglich die Zahlung mit einer Visa Electron-Karte.

Der Kläger sieht in diesen Bestimmungen eine unangemessene Benachteiligung der Fluggäste. Das Landgericht hat die Klausel über den Ausschluss der Barzahlung für unwirksam, die Gebührenregelung für wirksam gehalten. Das in der Berufungsinstanz zuständige Kammergericht hat umgekehrt entschieden.

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Kammergerichts bestätigt und die Revisionen beider Parteien zurückgewiesen.

Die mit dem Ausschluss der Barzahlung einhergehende Benachteiligung der Fluggäste ist angesichts des anerkennenswerten Interesses der Beklagten an möglichst rationellen Betriebsabläufen nicht als unangemessen anzusehen. Bei der vorzunehmenden Abwägung ist ausschlaggebend, dass die Beklagte ihre Leistungen nahezu ausschließlich im Fernabsatz erbringt und eine Barzahlung für beide Parteien mit erheblichem Aufwand verbunden wäre.

Die angegriffene Gebührenregelung für die Zahlung mit Kredit- oder Zahlungskarte ist hingegen mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung unvereinbar (§ 307 Abs.2 Nr.1 BGB) und benachteiligt die betroffenen Kunden in unangemessener Weise (§ 307 Abs.1 Satz 1 BGB). Zu den wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung gehört, dass jeder seine gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen hat, ohne dafür ein gesondertes Entgelt verlangen zu können.

Mit der Entgegennahme einer Zahlung kommt der Unternehmer nur seiner Obliegenheit nach, eine vertragsgemäße Leistung des Kunden anzunehmen. Er muss dem Kunden die Möglichkeit eröffnen, die Zahlung auf einem gängigen und mit zumutbarem Aufwand zugänglichen Weg zu entrichten, ohne dass dafür an den Zahlungsempfänger eine zusätzliche Gebühr zu bezahlen ist. Die von der Beklagten vorgesehene gebührenfreie Zahlungsart genügt diesen Anforderungen nicht. Besondere Umstände, die diese Benachteiligung als gerechtfertigt erscheinen lassen, liegen nicht vor.

Urteil vom 20. Mai 2010 – Xa ZR 68/09 LG Berlin - Urteil vom 5. November 2008 - 4 O 290/08 KG Berlin - Urteil vom 30. April 2009 - 23 U 243/08 Karlsruhe, den 20. Mai 2010 Pressestelle des Bundesgerichtshofs

Montag, 17. Mai 2010

Digigital agenda: digital communication is the market of the future

Digital Agenda: investment in digital economy holds key to Europe's future prosperity, says Commission report, and by the way, they are right saying this very clearly.


Europe's digital economy is growing in strength, spreading throughout all sectors of the economy and reaching into all areas of our lives, according to the European Commission's Digital Competitiveness report published today. Information and Communications Technologies (ICTs) have driven half of the productivity growth in Europe over the past 15 years. Six out of ten Europeans regularly use the internet. However, if Europe wants to fully exploit the potential benefits of the digital economy, it must step up a gear and provide faster broadband and an internet people trust, improve citizens' skills, and encourage even more ICT innovation. 

The European Commission will propose specific measures in these areas with its Digital Agenda for Europe, a flagship of the Europe 2020 strategy, to be launched shortly.

Digital Agenda Commissioner Neelie Kroes said: "Europe's digital economy is crucial to economic growth and prosperity. ICTs and high speed internet are as revolutionary in our lives today as the development of electricity and transport networks were over a century ago. But we need support for further internet development so that all citizens can benefit from the digital economy."

The report analyses recent developments in the ICT field. It provides significant evidence for the design of a Digital Agenda for Europe, the first European Commission flagship initiative to be launched shortly under the Europe 2020 strategy for smart, sustainable and inclusive growth.
Key driver of the economy

The report identifies the ICT sector as one of the key drivers of the European economy. Since 1995, ICTs have driven half of productivity gains in the EU, thanks to technological progress and investments in the sector. Data for 2004-2007 suggests that this investment has more recently started to deliver efficiency gains in the rest of the economy. The value added of the ICT industry on the European economy is around 600 billion (4.8% of GDP). The sector accounts for 25% of the total business investments in R&D in the EU. 

However, benefits from ICT in the US are greater. Europe needs structural reforms and a consistent digital agenda to unleash similar impacts.
6 out of 10 Europeans online

Across Europe, about 60% of the population use internet regularly and 48% on a daily basis. These levels compare well to the US where 56% use internet daily and 65% used it in the last three months. Nevertheless, in both the EU (30%) and the US (32%) about one third of the population has never been online.
Important socio-economic and geographical divides exist. In particular, the elderly, less educated and those on low incomes use the internet less and have lower skills levels. Increasing digital skills is crucial for building a European digital society. Again, the EU compares well to the US, although web-use is higher in older Americans (46% of people over 55 in the US have never used the internet compared to 59% in the EU) By contrast, in Korea and Japan differences between socio-economic groups are less marked.
EU is world's largest broadband market

In 2009 the EU broadband market was, once again, the largest in the world. Almost a quarter of EU citizens (24.8%) have a fixed broadband subscription. Although connection speeds are increasing, with 80% of fixed broadband lines in the EU now offering speeds above 2 Mbps, only 18% of them are above 10 Mbps. While these speeds are sufficient for basic web applications, they are not sufficient for more advanced applications like TV on demand. Europe 2020 set ambitious targets for all Europeans to have access to broadband of 30 Mbps or above. Higher speeds will require a move to next generation access networks (NGA). The EU lags significantly behind countries like Korea and Japan in the deployment of such networks. Migration to higher broadband capacity is an important structural challenge for the whole telecoms sector.
Online single market

Apart from playing a significant role in the growth of the European economy, the internet has a huge potential to strengthen the single market. However, the level of eCommerce and eBusiness varies across Member States and cross-border transactions are limited. Although 54% of internet users buy or sell goods via the internet, only 22% of them do so from other EU countries. By contrast, in the US eCommerce is more common place with 75% of internet users buying or selling online. This shows that Europe lacks a genuine digital single market, which is essential to stimulate the growth of European small and medium sized enterprises and to provide consumers with more choice at competitive prices.
Full text of the report, country factsheets, related studies and reports are available at:

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Digitale Agenda: Investitionen in die digitale Wirtschaft sind laut Kommissionsbericht der Schlüssel zu Europas künftigem Wohlstand

Die digitale Wirtschaft gewinnt in Europa zunehmend an Stärke, breitet sich über alle Wirtschaftszweige aus und durchdringt sämtliche Lebensbereiche – so ein heute von der Europäischen Kommission vorgelegter Bericht über die digitale Wettbewerbsfähigkeit Europas. Die Hälfte des Produktivitätsanstiegs der letzten 15 Jahre geht auf die Informations- und Kommunikations­technologien (IKT) zurück. Sechs von zehn Europäern benutzen regelmäßig das Internet. Damit Europa die möglichen Vorteile der digitalen Wirtschaft allerdings voll ausschöpfen kann, müssen verstärkte Anstrengungen unternommen werden. So ist es notwendig, schnellere Breitbanddienste zur Verfügung zu stellen, das Vertrauen der Menschen in das Internet zu stärken, den Wissensstand der Bürger zu erhöhen und die IKT-Innovation noch intensiver zu fördern. Die Kommission wird in diesen Bereichen spezifische Maßnahmen vorschlagen, und zwar im Rahmen ihrer digitalen Agenda für Europa, einer der Leitinitiativen der in Kürze anlaufenden Strategie „Europa 2020“.
Die für die digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes erklärte dazu: „Europas digitale Wirtschaft ist für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand unverzichtbar. Die IKT und das Hochgeschwindigkeitsinternet haben heute die gleiche revolutionäre Wirkung auf unser Leben wie die Entwicklung der Strom- und Verkehrsnetze vor mehr als einem Jahrhundert. Die Fortentwicklung des Internets muss jedoch unterstützt werden, damit alle Bürger von der digitalen Wirtschaft profitieren können.“
Der Bericht analysiert die neueren Entwicklungen im IKT-Bereich. Er untermauert den Entwurf einer digitalen Agenda für Europa, der ersten Leitinitiative der Kommission, die demnächst im Rahmen der Strategie Europa 2020 für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum anlaufen wird.

Wichtiger Wirtschaftsmotor

Dem Bericht zufolge ist die IKT-Branche eine der wichtigsten Triebkräfte der europäischen Wirtschaft. Die in der EU seit 1995 erzielten Produktivitätsgewinne gehen zu 50 % auf das Konto der IKT, dank des technischen Fortschritts und der Investitionen in dem Sektor. Daten für die Jahre 2004-2007 weisen darauf hin, dass diese Investitionen in jüngster Zeit auch in der übrigen Wirtschaft zu Effizienzsteigerungen führen. Die Wertschöpfung des europäischen IKT-Sektors beläuft sich auf etwa 600 Milliarden EUR (4,8 % des europäischen Bruttoinlandsprodukts). Auf ihn entfallen 25 % aller in der EU getätigten Unternehmensinvestitionen in Forschung und Entwicklung. In den USA wird allerdings noch größerer Nutzen aus den IKT gezogen. Um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, benötigt Europa Strukturreformen und eine kohärente digitale Agenda.
6 von 10 Europäern online

In Europa benutzen etwa 60 % der Bevölkerung regelmäßig und 48 % täglich das Internet. Damit schneidet die EU im Vergleich zu den USA (56 % täglich bzw. 65 % in den letzten drei Monaten) gut ab. Allerdings sowohl in der EU (30 %) wie in den USA (32 %) war etwa ein Drittel der Bevölkerung noch nie im Internet.
In sozioökonomischer und geografischer Hinsicht gibt es erhebliche Differenzen. Insbesondere Senioren und Personen mit geringerem Bildungsstand und niedrigem Einkommen benutzen das Internet weniger häufig und sind weniger kompetent. Für den Aufbau einer europäischen digitalen Gesellschaft müssen die einschlägigen Kenntnisse unbedingt verbessert werden. Auch hier schneidet die EU gegenüber den USA gut ab, wenngleich der Anteil bei den Senioren in den USA höher ist (46 % der über 55jährigen waren noch nie online – gegenüber 59 % in der EU). In Korea und Japan sind die Unterschiede zwischen den sozioökonomischen Gruppen dagegen weniger ausgeprägt.

Die EU ist der weltweit größte Breitbandmarkt

Der EU-Breitbandmarkt war 2009 zum wiederholten Mal der größte weltweit. Fast ein Viertel der EU-Bürger (24,8 %) verfügt über einen Festnetz-Breitbandanschluss. Obwohl die Übertragungsgeschwindigkeiten zunehmen und 80 % der Festnetz-Breitbandanschlüsse in der EU Geschwindigkeiten über 2 Mbit/s aufweisen, leisten nur 18 % dieser Anschlüsse mehr als 10 Mbit/s. Für grundlegende Web-Anwendungen sind diese Geschwindigkeiten zwar ausreichend, nicht jedoch für fortgeschrittene Anwendungen wie Fernsehen auf Abruf. Die Strategie Europa 2020 setzt das ehrgeizige Ziel, allen Europäern einen Breitbandanschluss von mindestens 30 Mbit/s zu bieten. Höhere Geschwindigkeiten erfordern den Übergang zu Zugangsnetzen der nächsten Generation (NGA). Bei der Einführung solcher Netze liegt die EU erheblich hinter Ländern wie Korea und Japan zurück. Der Übergang zu Breitbandnetzen mit größerer Kapazität stellt für den gesamten Telekommunika­tionssektor eine bedeutende strukturelle Herausforderung dar.

Online-Binnenmarkt

Neben seiner wichtigen Rolle für das Wachstum der europäischen Wirtschaft birgt das Internet ein enormes Potenzial zur Stärkung des Binnenmarkts. Elektronischer Handel (eCommerce) und Geschäftsverkehr (eBusiness) sind in den einzelnen Mitgliedstaaten jedoch sehr unterschiedlich verbreitet und grenzüberschreitende Geschäfte werden nur wenig getätigt. 54 % der Internetnutzer kaufen oder verkaufen zwar Waren über das Internet, allerdings nur 22 % in anderen EU-Ländern. Weitaus stärker verbreitet ist eCommerce dagegen in den USA, wo 75 % der Internetnutzer online kaufen oder verkaufen. Dies verdeutlicht, dass Europa über keinen echten digitalen Binnenmarkt verfügt, der aber besonders wichtig ist, um das Wachstum der kleinen und mittleren Unternehmen in Europa zu fördern und den Verbrauchern mehr Auswahlmöglichkeiten zu wettbewerbsfähigen Preisen zu bieten.
Der vollständige Bericht mit Datenblättern zu den einzelnen Ländern sowie zugehörige Studien und Berichte sind abrufbar unter:



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Agenda digital: según un informe de la Comisión, la inversión en la economía digital sigue siendo fundamental para la prosperidad futura de Europa

Como indica el informe que la Comisión Europea ha publicado hoy sobre el tema de la competitividad digital, la economía digital europea está ganando fuerza y alcanzando a todos los sectores de la economía y todos los ámbitos de nuestras vidas. Las tecnologías de la información y la comunicación (TIC) han aportado la mitad del crecimiento de la productividad que ha conseguido Europa en el curso de los últimos quince años. Seis de cada diez europeos utilizan regularmente Internet. Sin embargo, si queremos aprovechar plenamente los beneficios potenciales de la economía digital, Europa debe acelerar su ritmo para ofrecer una banda ancha más rápida, aumentar la confianza de los ciudadanos en Internet, mejorar las capacidades de éstos e impulsar una mayor innovación en el campo de las TIC. La Comisión Europea propondrá con esos fines una serie de medidas concretas en su Agenda Digital para Europa, proyecto insignia de la Estrategia Europa 2020, que se pondrá en marcha próximamente.

Según Neelie Kroes, Comisaria responsable de la Agenda Digital, «la economía digital de Europa es fundamental para el crecimiento económico y la prosperidad. Las TIC y la Internet de alta velocidad son hoy tan revolucionarias en nuestras vidas como lo fue hace más de un siglo el desarrollo de las redes de electricidad y de transporte. Pero es preciso seguir apoyando el desarrollo de Internet para que todos los ciudadanos puedan beneficiarse de la economía digital».

El informe analiza la evolución de las TIC en los últimos tiempos y aporta argumentos de peso para la concepción de una Agenda Digital para Europa, primera iniciativa emblemática de la Comisión Europea que se lanzará próximamente en el marco de la Estrategia Europa 2020 para un crecimiento inteligente, sostenible e integrador.

Motor básico de la economía

El informe muestra al sector de las TIC como uno de los motores básicos de la economía europea. Gracias a los avances tecnológicos y a las inversiones en el sector, las TIC han conseguido la mitad del incremento de productividad registrado en la UE desde 1995. Los datos de 2004-2007 indican que esas inversiones han comenzado más recientemente a producir también un aumento de la eficiencia en el resto de la economía. El valor añadido del sector de las TIC en la economía europea se sitúa en torno a los 600 000 millones de euros (4,8 % del PIB). El sector, además, representa el 25 % de la inversión comercial total en I+D que se registra en la Unión. Sin embargo, dado que los beneficios que se obtienen de las TIC son todavía mayores en Estados Unidos, Europa necesita reformas estructurales y una agenda digital consecuente para poder desencadenar efectos similares.

Seis de cada diez europeos utilizan Internet

Alrededor del 60 % de la población europea utiliza regularmente Internet, y el 48 % de forma diaria. Estos niveles son comparables a los de Estados Unidos, donde el 56 % de la población utiliza la red diariamente y el 65 % lo ha hecho en los últimos tres meses. Sin embargo, tanto en la Unión Europea como en Estados Unidos, cerca de un tercio de la población (30 % y 32 %, respectivamente) no ha usado nunca Internet.
Todavía hoy sigue existiendo una profunda brecha digital socioeconómica y geográfica. Concretamente, son las personas mayores, las menos instruidas y las que reciben bajos ingresos las que utilizan Internet con menos frecuencia y tienen destrezas menores. Aumentar las competencias digitales es fundamental para construir una sociedad digital europea. También aquí la UE admite bien la comparación con Estados Unidos, aunque en ese país esté más extendido el uso de la red entre los mayores (la proporción de personas mayores de 55 años que no han utilizado nunca Internet se eleva al 46 % en Estados Unidos, frente al 59 % de la Unión). Desde el punto de vista de los grupos socioeconómicos, la brecha digital es menos marcada en Corea y Japón que en la UE.

La UE es el mayor mercado mundial de banda ancha

El mercado de banda ancha de la UE fue en 2009, una vez más, el mayor del mundo. Casi un cuarto de los ciudadanos de la Unión (24,8 %) dispone de una suscripción fija a servicios de banda ancha. Aunque las velocidades de conexión estén aumentando y el 80 % de las líneas fijas de banda ancha de la UE ofrezca actualmente velocidades superiores a 2 Mbps, sólo el 18 % de ellas se sitúa por encima de los 10 Mbps. Y, si bien estas velocidades son suficientes para las aplicaciones web básicas, no lo son, en cambio, para las más avanzadas, como, por ejemplo, la televisión a la carta. La Estrategia Europa 2020 estableció en su día el ambicioso objetivo de que todos los europeos tuvieran acceso a la banda ancha de 30 Mbps o más. La consecución de estas mayores velocidades exigirá el paso a las redes de acceso de nueva generación. En el desarrollo de éstas, sin embargo, la UE acusa un considerable retraso respecto de Corea y Japón. La migración a una capacidad de banda ancha superior constituye hoy un importante reto estructural para el conjunto del sector de las telecomunicaciones.

Un mercado único en línea

Además de desempeñar un importante papel en el crecimiento de la economía europea, Internet ofrece enormes posibilidades para fortalecer el mercado único. Lo cierto, sin embargo, es que el nivel de comercio y de negocios electrónicos varía de unos Estados miembros a otros y que las transacciones transfronterizas son más bien limitadas. Aunque el 54 % de los usuarios de Internet compre o venda bienes o servicios a través de la red, sólo el 22 % de ellos lo hace desde otros países de la UE. En Estados Unidos, en cambio, el comercio electrónico está mucho más extendido, y el 75 % de los usuarios de Internet compra o vende en línea. Estos datos ponen de manifiesto que Europa carece de un auténtico mercado único digital, que es, sin embargo, esencial para impulsar el crecimiento de las pequeñas y medianas empresas europeas y para poder ofrecer a los consumidores una más amplia gama de productos a precios competitivos.

En la dirección siguiente se encuentra el texto completo del informe, además de las fichas consagradas a cada país y otros estudios e informes relacionados:
http://ec.europa.eu/information_society/newsroom/cf/itemdetail.cfm?item_id=5789